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Ein Refugium für authentische Teezeremonie und achtsame Begegnungen im Herzen Japans. Willkommen im Süden Naras, wo Japans geschichte begann.
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Stille als Erlebnis

Ein Refugium für authentische Teezeremonien und achtsame Begegnungen im Herzen Japans.

Die Suche nach der Stille

Ich bin Tanja, komme aus Deutschland und lebe seit über vier Jahren in Japan.

Mein Weg hierher war kein fertig geplanter Traum mit klarer Strategie. Es war eher ein Schritt nach dem anderen. Erst war da die Neugier auf die Sprache, die Kultur und die Menschen. Dann kamen der Kimono, die Teezeremonie, Kyudo, alte Häuser, das Leben auf dem Land und irgendwann auch das Gefühl: Hier möchte ich nicht nur zu Besuch sein. Hier möchte ich wirklich leben.

Japan hat mich von Anfang an nicht nur wegen der bekannten Bilder fasziniert. Natürlich liebe ich Tempel, Gärten, alte Holzhäuser und die Schönheit der Jahreszeiten. Aber berührt haben mich vor allem die kleinen Dinge: wie bewusst eine Schale Tee vorbereitet wird, wie viel Bedeutung in einer einfachen Geste liegen kann, wie ruhig ein Raum wirkt, wenn alles seinen Platz hat, und wie sehr man sich selbst wieder spürt, wenn man einmal langsamer wird.

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Mit der Zeit ist Japan für mich ein Zuhause geworden. Nicht immer einfach, nicht immer romantisch, aber echt. Ich habe hier gearbeitet, gelernt, übersetzt, Freundschaften geschlossen, Teeunterricht genommen, Kimono getragen, im Dojo gestanden, Behördengänge überlebt, mit Handwerkern verhandelt und immer wieder gemerkt, wie viel man versteht, wenn man sich wirklich auf ein Land einlässt.

Kouan Shimokasama ist aus genau diesem Weg entstanden.

Es ist kein perfektes Hotel und kein künstlich inszenierter Ort. Es ist ein altes japanisches Haus in Uda, Nara, das ich Stück für Stück selbst wieder zum Leben erwecke. Mit viel Lernen, viel Ausprobieren, manchmal Chaos, manchmal Staub, aber vor allem mit sehr viel Liebe zu diesem Haus und zu der Geschichte, die es in sich trägt.

Ich möchte mit Kouan Shimokasama einen Ort schaffen, an dem Gäste Japan nicht nur sehen, sondern für einen Moment wirklich erleben können. Einen Ort, an dem man morgens die Ruhe des Dorfes spürt, altes Holz unter den Füßen hat, Tee trinken kann, Fragen stellen darf und nicht einfach nur von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit läuft.

Auch meine Teezeremonien in Miwa sind aus diesem Wunsch entstanden.

Ich möchte Teezeremonie nicht steif oder unnahbar vermitteln, sondern so, dass man sie verstehen und fühlen kann. Mit Respekt vor der Tradition, aber auch mit Wärme, Offenheit und Raum für echte Begegnung. Für mich geht es dabei nicht darum, etwas „perfekt Japanisches“ vorzuführen. Es geht darum, einen Moment zu teilen: eine Schale Tee, eine ruhige Bewegung, ein Gespräch, ein kleines Stück japanischer Kultur, das nicht nur erklärt, sondern erlebt wird.

Ich begleite meine Gäste auf Deutsch, Englisch oder Japanisch und versuche dabei, eine Brücke zu bauen zwischen dem, was man als Reisender sieht, und dem, was dahinterliegt.

Denn genau das hat Japan für mich so besonders gemacht: Nicht nur die schönen Orte selbst, sondern die Geschichten, Menschen, Gesten und stillen Momente dazwischen.

Kouan Shimokasama und die Teezeremonien in Miwa sind deshalb für mich keine getrennten Projekte. Beides ist ein Teil meines Lebens hier in Japan. Ein Versuch, etwas von dem weiterzugeben, was mich selbst geprägt hat: Ruhe, Aufmerksamkeit, Respekt, Schönheit im Einfachen und das Gefühl, an einem Ort wirklich ankommen zu dürfen.

Wabi-Sabi im Alltag

Die Verbindung von Tradition und Gegenwart

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